Produktionen / Photos 2022

Zazie in der Metro
Zazies Mutter hat einen Neuen und zack wird sie bei ihrem Onkel Gabriel in Paris abgestellt. Doch ruhiges Eiffelturm-Bestaunen is nich. Nein, Zazie fegt wie ein Sturm durch die wacklig gebaute Erwachsenenwelt, deckt dabei (un)bewusst Geheimnisse auf und posaunt sie lauthals herum.  Nur die Metro, die streikt. „Diese Drecksäcke“, schreit Zazie, „diese Saftärsche!“ 

Puppenspiel mit Live-Musik nach dem Roman „Zazie dans le Métro“ von Raymond Queneau in einer Übersetzung von Frank Heibert 

Kollektiv Panne Fatale
Puppenspiel und -bau: Odile Pothier und Gerda Pethke 
Outside Eye: Lotta Lechtenberg
Live Musik: Florian Seefeldt 

Photos © Beate Nelken

 

 

Alice im All

Irgendwo im All. Ein Raumschiff. Alice, Reisebegleiterin einer Raumfahrtagentur ist allein. Sie spricht mit Abraxas, dem intelligenten Bordcomputer. Und Alice wartet. Auf die Ankunft der Maschine auf Planet X. Alice putzt. Das Raumschiff, die Spiegel. Und Alice träumt. Hinter den Spiegeln wird es lebendig. Logik verliert ihre Gültigkeit, Krankheiten werden zu Rätseln und am Rande des schwarzen Lochs liefern sich Einsamkeit und Absurdität ein letztes Duell. Wann ist man wirklich allein? Wer oder was kann lieben? Wer bestimmt Wahnsinn und Verstand? Und: ist die Tatsache, dass wir den Letzteren verlieren könnten, nicht der einzige Beweis für Menschlichkeit?

„Alice im All“, frei nach Motiven des Klassikers „Alice im Wunderland“ 
Ein bewegtes Musiktheater für eine Schauspielerin und eine Orgel im Raum Kirche.

Text I Alice: Claudia Roick
Musik I Abraxas: Benjamin Saupe

Photos © Beate Nelken

 

 

Paperlicious

Ein absurdes, kafkaeskes Bürouniversum aus Papier:  die Schreibtische, die Gegenstände, die Geräusche, sogar die weißen Häute von den zwei clown-artigen Protagonistinnen  – alles scheint aus diesem Material zu sein. Diese Bürowelt ist seit Hunderten von Jahren in ihrer Einförmigkeit dieselbe, durch einen alles sehenden Chef kontrolliert und sie sollte auch so bleiben – bis eine kleine Stimme unerwartet erklingt. Die Stimme kommt von einem weißen Blatt. Es erwacht, verwandelt sich in eine kleine Puppe, die eine andere Welt öffnet, eine Welt, in der Entdeckungslust und Verspieltheit herrschen. 

Paperlicious ist eine Geschichte über das Finden und Umsetzen von innerer Kreativität.

Regie I Puppenspiel: Evi Arnsbjerg Brygmann und Bianka Drozdik 
Szenografie I Puppen: Andrea Lindeneg 
Musik: Christoffer Høyer 

Photos © Beate Nelken

 

 

Hungriges Herz

Wir befinden uns im Wohnzimmer einer Frau, die uns mitnimmt auf eine Reise durch ihre Gedanken- und Gefühlswelt, dabei manchmal witzige, tieftraurige und dann wieder wilde Geschichten zu erzählen hat.

Hungriges Herz – eine musikalisch-szenische Collage über die offene Zweierbeziehung.
Mit Liedern von Annett Louisan, Herbert Grönemeyer, Mia, Element of Crime, Weber- Beckmann und Texten aus dem Stück „Offene Zweierbeziehung“ von Dario Fo und Franca Rame

Gesang / Spiel: Luisa Böse
Klavier: Friedrich Rauchbauer

Photos © Beate Nelken

 

 

Schlafstadium N

„Wenn wir einschlafen, wo gehen wir hin? Wenn wir träumen? Gehen wir da auch hin, wenn wir sterben? Oder andersherum, vielleicht sind wir eigentlich da und nur wenn wir wach sind, besuchen wir unsere Körper. Und wenn wir sterben, kehren wir dahin zurück, wo wir eigentlich hingehören. Macht das Sinn?“ 
Ein Mann ist eingeschlossen in sich selbst. Ohne jegliche Möglichkeit, mit der Außenwelt zu kommunizieren, trifft er auf Gestalten, die seinem eigenen Gehirn entspringen und bewegt sich an der Grenze zwischen Traum und Realität.

Ein Hirngespinst in szenischen Skizzen, serviert mit einem Klecks Poetik. 

Spiel: Annika Schaper, Sophia Walther, Melissa Stock und Patrick Borck
Konzept, Regie, Texte und Musik: Melissa Stock
Puppenbau: Hagen Tilp (Puppe), Hanna Meinicke (Kopf)
Dramaturgie: Holger Kuhla 

Photos © Beate Nelken

 

 

Arsenikblüten

Fünf Frauen, ein Gedanke. Die große Sehnsucht nach Körperlichkeit, nach Zusammensein, Liebe und Schmerz. Genau wie der bittersüße Eros, befinden wir uns die ganze Zeit an der Schwelle zwischen Leben und Tod. Das Leiden des einen am anderen und aller an der Liebe. Leidenschaftliche Frauen, die selbstzerstörerisch agieren und verzweifelt nach etwas suchen, das sie erfüllt. Frauen, die im Weltschmerz schwimmen und durch das Buch Arsenikblüten ihre Heldin Saré finden, die ihnen Halt gibt, sie mitreißt und ihr Leben komplett verändert. Die Macht der Lyrik, die tödlich sein kann.

Textflächen aus dem Buch JUJA von Nino Haratischwilli 

Es spielen: Lotta Paulina Borries, Tara Fischer Annika Gräslund, Desirée M. Jakobs,  Alberta von Poelnitz
Regie: Desirée M. Jakobs

Photos © Beate Nelken

 

 

Clockwork Orange

„Okay. Ich mach schlimme Sachen. Aber das was ich mache, mach ich, weils mir Spaß macht!“ 
Alex ist ein Jugendlicher der, gemeinsam mit seiner Gang, exzessive Gewalt gegen Schwächere ausübt. Aus purem Vergnügen und aus Überlegenheit prügelt, raubt und vergewaltigt die gewissenlose Gruppe Heranwachsender all jene, die ihnen unglücklicherweise in die Quere kommen. Und selbst als Vertrauter des Anführers Alex ist man nie sicher.
Das literarische Meisterwerk „A Clockwork Orange“ erzählt eine dystopische Welt, in der versucht wird Gewalt mit Gegengewalt zu bekämpfen – wie es leider auch in unserer realen Welt häufig der Fall ist.

„A Clockwork Orange“ von Anthony Burgess nach einer Bühnenfassung der Royal Shakespeare Company

Mit: Timothy Gramsch , Milan Zielniok, Anneke Höper, Friederike Mertin, Josephine Lehmann
Regie: Anna Jamborsky

Photos © Beate Nelken

 

 

 

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